#101 Franz Michael & Nanni Felder
Franz Michael Felder war ein Schriftsteller, Sozialreformer und Rebell aus dem Bregenzerwald. Gemeinsam mit seiner Frau Nanni führte er ein Leben zwischen harter Arbeit, großen Ideen und tiefem Mitgefühl für die Menschen. Als Bauer setzte er sich unermüdlich für bessere Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft ein und gründete eine Partei der Gleichberechtigung sozialer Klassen. Seine Frau Nanni unterstütze ihn in seinem sozialen Engagement und teilte seine Leidenschaft für Bildung und Literatur.
Das kleine, aber feine Zimmer liegt im 1. Obergeschoss und ist mit einem Stockbett für zwei Personen und einem eigenen Waschbecken ausgestattet. Ein ruhiger Ort, um neue Kapitel zu beginnen.
Seine Sozialkritik und gesellschaftlichen Utopien thematisiert er in den Romanen „Sonderlinge“ und „Reich und Arm“. Als sein Meisterwerk gilt die Autobiografie „Aus meinem Leben“, die er bereits vom Tod gezeichnet verfasste. Das Buch „Franz Michael Felder für die Handtasche“ ist an der Rezeption erhältlich.
Ausflugstipp: Wenn du etwas Zeit hast, lohnt sich ein Ausflug in den Bregenzerwald. Im Zentrum von Schoppernau findest du das Felder Museum.
ca. 6 m²
2 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
Barrierefrei
#102 Angelika Kauffmann
Sie war ein Superstar ihrer Zeit: Als Tochter eines Porträt- und Freskenmalers wurde Angelika Kaufmanns künstlerisches Talent früh entdeckt. Sie wuchs in Chur und am Comer See auf und erhielt in Mailand Unterricht in Musik und Malerei, bevor sie nach einem Leben in Palästen und Villen in die väterliche Heimat nach Schwarzenberg im Bregenzerwald zog.
Auftragsreisen führten sie dann in die High Society der damaligen Zeit, sie porträtierte Fürsten, Bischöfe und Grafen, lebte in Modena, Rom und London. Sie machte Bekanntschaft mit Kaiser Joseph II, Johann Wolfgang von Goethe und galt als kultivierteste Frau Europas.
Unser Zimmer im 1. Stock ist ein Ort für Begegnungen. Es bietet 10 Schlafplätze in 5 Stockbetten für reisefreudige Menschen wie Angelika Kauffmann.
Angelika Kauffmann (1741–1807) gehörte zu den berühmtesten Malerinnen Europas und war Mitbegründerin der Royal Academy of Arts in London. Ihr Porträt zierte einst die 100-Schilling-Note.
Ausflugstipp: Wie wäre es mit einem Ausflug in den Bregenzerwald nach Schwarzenberg? Dort kannst du im Angelika-Kauffmann-Museum dieser außergewöhnlichen Künstlerin nachspüren.
ca. 20 m²
10 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
Barrierefrei
#103 James Joyce
„Dort drüben auf den Schienen wurde 1915 das Schicksal des Ulysses entschieden“, sagte der irische Schriftsteller James Joyce einst und meinte damit den den Feldkircher Bahnhof. Hier nämlich wurde er im Ersten Weltkrieg auf dem Weg nach Zürich streng kontrolliert, weil er einem Spion ähnlich sah. Glücklicherweise entging er einer Verhaftung. Wäre er verhaftet worden, hätte er seinen Roman Ulysses nicht in dieser Form vollenden können.
Dieses schicksalshafte Ereignis der Literaturgeschichte nahm die Stadt Feldkirch zum Anlass, einen „Literaturbahnhof“ zu gestalten.
Wir widmen James Joyce dieses Zimmer mit 9 Betten, um bewusst zu machen, dass Reisen auch Wendepunkte sein können, die die Weichen unserer Lebensgeschichte in die eine oder in die andere Richtung stellen.
Der irische Schriftsteller James Joyce (1882–1941) gilt als einer der einflussreichsten Autoren der modernen Literatur. Sein Roman „Ulysses“ zählt heute zu den bedeutendsten Werken des 20. Jahrhunderts.
Ausflugstipp: In der James Joyce Passage sind immer wieder zeitgenössische Kunstprojekte zu sehen. Die Passage ist eine Unterführung vom Bahnhof in die Feldkircher Innenstadt.
ca. 18 m²
10 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
Barrierefrei
#104 Anna und Gottfried Riccabona
Anna Perlhefter stammte aus einer gut situierten Kaufmannsfamilie, die in der Marktgasse ein erfolgreiches Geschäft führte. Sie verliebte sich in den jungen Rechtsanwalt Gottfried Kuno Riccabona, den Sohn eines angesehenen Beamten aus dem Südtirol. Die Familie nahm am gesellschaftlichen und politischen Leben in Feldkirch teil, doch das schöne Leben endete abrupt, als die Familie im Zweiten Weltkrieg wegen Annas jüdischer Abstammung verfolgt wurde. Ihre Wohnung mussten sie einem NS-Funktionär überlassen, Tochter Dora musste ihre Ausbildung abbrechen, Sohn Max kam in ein Konzentrationslager und litt noch Jahrzehnte nach dem Krieg an den gesundheitlichen Folgen.
Dass Anna Riccabona den Krieg überlebte, verdankte sie dem Engagement ihres Ehemannes: Der angesehene Rechtsanwalt kämpfte mit allen rechtlichen Mitteln um seine Frau und seine Familie.
Die vierköpfige Familie gab diesem Zimmer mit vier Betten seinen Namen.
Respekt und Ansehen wandelten sich in kurzer Zeit in Verachtung und Bedrohung 1939 erhielt Anna Riccabona von einem Hotelier im Montafon eine Absage: Aus Angst vor „Unannehmlichkeiten“ konnte er ihr kein Zimmer mehr reservieren.
Ausflugstipp: Bei einem Spaziergang in die Altstadt kommst du über kurz oder lang in die zentrale Marktgasse. Im Haus Nr. 5 (heute C&A) führte Annas Vater Eduard Perlhefter sein florierendes „Kurz- und Galanteriewarenlager en gros“.
ca. 8 m²
4 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
Barrierefrei
#105 Friedrich Wilhelm Schindler
Zur Hochzeit mit seiner Frau Maria Magdalena erhielt Friedrich Schindler von seinem Vater die historische Villa Grünau in Kennelbach. Als leidenschaftlicher Tüftler und Pionier der Elektrotechnik verpasste Friedrich der Villa schon um 1900 eine vollelektrische Küche und ein elektrisches Staubsaugsystem.
Bereits bei der Weltausstellung in Chicago 1893 hatte er die weltweit erste elektrische Küche vorgestellt. Er gründete die Firma „Elektra Bregenz“ und trug zur Gründung der Vorarlberger Kraftwerke bei.
Die Spinnerei und Weberei seiner Familie stellte Friedrich Schindler 1910 auf elektrischen Betrieb um. Der Strom wurde von werkseigenen Wasserkraftwerken produziert, die bis heute sauberen Ökostrom liefern.
1968 stellten die Textilwerke die Produktion ein, ein Jahr später entstand der Wirtschafts- und Gewerbepark, der sich noch heute in Familienbesitz befindet.
Vielleicht wird in diesem Zimmer mit 8 Betten auch die eine oder andere Idee geboren, die unsere Welt verändern wird?
Friedrich Schindler war ein begeisterter Erfinder und Inhaber mehrerer Patente. 1892 erfand er zu Beispiel eine elektrische Heizspirale.
Ausflugstipp: Der Park der Villa Grünau in Kennelbach ist öffentlich zugänglich und auf alle Fälle einen Spaziergang wert. Beeindruckend sind der alte Baumbestand, die Tuffsteingrotte und das Brunnenhaus.
ca. 14 m²
8 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
Barrierefrei
#106 Georg Joachim Rheticus
Ein Feldkircher, der die Welt veränderte: Georg Joachim Rheticus (1514-1574) verhalf dem berühmten Nikolaus Kopernikus, sein Hauptwerk über das heliozentrische Weltbild zu veröffentlichen. Darüber hinaus verfasste er ein „trigonometrisches Tafelwerk“ das im 20. Jahrhundert die Berechnung der Flugbahnen von Raketen und Raumschiffen möglich machte. Rheticus gehörte im 16. Jahrhundert zu den bedeutendsten Gelehrten Europas.
Das Forschen und die Wissenschaft bestimmten sein Leben. Mit 37 Jahren studierte Rheticus zusätzlich Medizin und ließ sich 1554 als praktischer Arzt in Krakau nieder. Nebenbei erstellte er Horoskope und betrieb eine Alchemistenküche sowie ein mathematisches Büro. Mit 60 Jahren, verstarb Rhethicus ledig und kinderlos im ungarischen Kaschau (Košice, heute Slowakei)
Dieses Zimmer mit 8 Betten ist ein kleiner Rückzugsort für Entdecker und Nachdenker. Vielleicht wird auch deine Entdeckung einmal die Welt verändern?
1976 wurde in Feldkirch die Rheticus-Gesellschaft gegründet. Im Sinne des berühmten Gelehrten widmet sich dieser Verein der Pflege, Förderung und Erforschung der Kultur, insbesondere der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften.
Ausflugstipp: Zum Gedenken an den berühmtesten Wissenschaftler Feldkirchs steht auf dem Feldkircher Domplatz ein Denkmal mit einer Sonnenuhr.
ca. 15 m²
8 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
Barrierefrei
#201 Fanny Amann
Fanny Amann war eine bekannte Köchin aus Schnifis, die in ihrem Gasthaus, dem Schnifner Bädle, Kochkurse veranstaltete und dort ihr Wissen über gutes Kochen an Frauen aus der Region und darüber hinaus weitergab. Sie stand für Gastfreundschaft, Bodenständigkeit und die Freude daran, Menschen zusammenzubringen. Ganz in diesem Geist bietet dieses Zimmer im 2. Stock 4 Schlafplätze und ein Waschbecken direkt im Raum.
Fanny Amann (1889 – 1973) schrieb eines der erfolgreichsten Kochbücher Österreichs: „Meine Küche“ – ein Werk, das über Generationen hinweg in vielen Haushalten verwendet wurde und auch heute noch sehr beliebt ist. Das Buch ist an unserer Rezeption erhältlich.
Ausflugstipp: Das „Schnifner Bädle“ ist zwar in Privatbesitz, ein Spaziergang um den Fallersee lohnt sich aber auf jeden Fall. Wenn du etwas mehr Zeit hast kannst du in umittelbarer Nähe mit der nostalgischen Schnifner Seilbahn zum Bergrestaurant „Henslerstüble“ fahren.
ca. 8 m²
4 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#202 Rudolf Wacker
Als Sohn eines erfolgreichen Baumeisters hatte Rudolf Wacker (1893 – 1939) das Glück, seinen Beruf frei wählen zu können, er entschied sich für das Zeichnen und die Kunst. In Weimar lernte er an der bekanntesten Zeichenschule jener Zeit. 1914 traf ihn das Schicksal jedoch hart: Er musste zum Militär und geriet in russische Gefangenschaft. Die Kriegsjahre prägten den Künstler und sein Werk nachhaltig.
Nach Aufenthalten in Berlin und Wien kehrte Wacker 1924 nach Bregenz zurück. Er begründete die Künstlervereinigung „Der Kreis“ mit und wandte sich vom Expressionismus der Neuen Sachlichkeit zu, als deren österreichischer Hauptvertreter er heute gilt.
Schließlich fiel Rudolf Wacker der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich zum Opfer: Im Zuge einer Hausdurchsuchung und einer nachfolgenden Vernehmung durch die Gestapo erlitt er zwei Herzanfälle, von denen er sich nicht mehr erholte: Im April 1939 starb er an den Folgen. Seine Werke haben die Erinnerung an ihn allerdings unsterblich gemacht.
Dieses Zimmer im 2. Stock ist im Kapsel-Design gestaltet. 6 moderne Schlafkojen mit Vorhängen schaffen Privatsphäre. Der Rückzugsort mit integrierter Handy-Lademöglichkeit lädt ein, sich zu entspannen und die Bilder der eigenen Reise zu betrachten.
1922 heiratete Rudolf Wacker Ilse Moebius, von der er unzählige Porträts anfertigte.
Ausflugstipp: Rudolf Wacker lebte in Bregenz in der elterlichen Villa Wacker, Römerstraße 24. Diese befindet sich im Besitz des Landes Vorarlberg. Bei einem Spaziergang durch Bregenz lohnt es sich einen Blick darauf zu werfen.
ca. 15 m²
6 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#203 Therese Zauser
Therese Zauser (1910 – 1942) verbrachte als Tochter eines Gerichtsbeamten eine behütete Kindheit in Feldkirch, bevor sie durch ihren Bruder Karl, der Zirkusartist war, die Welt des Kabaretts des Tanzes und der Musikunterhaltung kennenlernte. Ihre Auftritte als Varietétänzerin und Sängerin führten sie nach Afrika und den Nahen Osten, wo sie als „Therese Judith“ auftrat.
Ein reger Briefwechsel mit ihrer Familie gibt Einblicke in das aufregende Leben der jungen Frau. Ihre Rückkehr in das Deutsche Reich wurde ihr zum Verhängnis. Therese wehrte sich gegen den Einsatz in einem Rüstungsbetrieb und bezweifelte den Endsieg. Sie wurde von den Nazis 1941 verhaftet und ein Jahr später im Frauen-KZ Ravensbrück ermordet.
Das Zimmer im 2. Stock ist im Kapsel-Design gestaltet. 8 moderne Schlafkojen mit Vorhängen sorgen für Privatsphäre. Es ist ein Rückzugsort mit integrierter Handy-Lademöglichkeit.
Wir widmen der lebensfrohen Therese Zauser dieses Zimmer als Erinnerung an ihren Freigeist, ihren Mut und ihre Kunst.
Ausflugstipp: Wenn du für einen Ausflug ein Auto ausleihen möchtest, bist du bei Caruso Carsharing genau richtig. Ein Caruso-Standort befindet sich exakt an der Adresse, wo Therese mit ihrer Familie lebte: Widnau 5.
ca. 16 m²
8 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#204 Arthur Conan Doyle
„Einen anmutigeren Flecken gibt es in ganz Vorarlberg nicht“, schrieb der Schöpfer von Sherlock Holmes einst über Feldkirch. Doch wie kam Arthur Conan Doyle (1859 – 1930) überhaupt in unsere Stadt? Er besuchte mit 16 Jahren das elitäre Jesuiteninternat „Stella Matutina“. Dort lernte er ein Jahr lang unter anderem Deutsch und Tuba, denn für eine Universität war er noch zu jung. In seinen Briefen erwähnte er, mit den „Aborigines“, also den Einheimischen, (feucht)fröhliche Stunden zu verbringen und fand es als Schotte bemerkenswert, dass man einen Fluss Ill (also „krank“) nennt.
Sein Talent für das Schreiben stellte er schon damals unter Beweis, indem er eine Schulzeitung gründete, für die er zahlreiche Kurzgeschichten verfasste. Heute erinnert die Arthur-Conan-Doyle-Gasse in Feldkirch an den Besuch des weltberühmten Schriftstellers.
Das Zimmer im 2. Stock ist im Kapsel-Design gestaltet. 8 moderne Schlafkojen mit Vorhängen sorgen für Privatsphäre, um eigene Detektiv-Geschichten zu erfinden – wie einst Sir Arthur Conan Doyle.
„Die Parabel habe ich besiegt, aber die Ellipse ist ein schrecklicher Gesell“, schrieb Arthur Conan Doyle über seinen Kampf mit der Mathematik nach Hause. Vielleicht inspirierte ihn diese Abneigung dazu, dass Moriarty, der Feind des Sherlock Holmes, ausgerechnet Mathematiklehrer war.
Ausflugstipp: In den Mauern, in denen Arthur Conan Doyle einst lernte, studieren heute junge Menschen aus aller Welt in der Stella Privathochschule für Musik. An das prächtige Gebäude grenzt ein herrlicher Park mit altem Baumbestand, der als Naherholungsgebiet sehr beliebt ist.
ca. 18 m²
8 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#205 Anna Hensler
Als Arzttochter lernte Anna Hensler (1878–1952) in ihrer Jugend Englisch und Französisch und erhielt Privatstunden in Literatur und Geschichte. Sie war Vorarlbergs erste Bestsellerautorin. Ihr historischer Roman „Frankreichs Lilien – die Schicksale der Kinder Ludwigs XVI“ wurde zu einem Verkaufsschlager. Er erschien sogar in Amerika und China und galt bis in die 1990er-Jahre als erfolgreichstes Buch aus Vorarlberg. Dennoch sollte diesem Roman kein weiterer mehr folgen. Die Pflege ihrer kranken Mutter bis zu deren Tod nahm sie zu sehr in Anspruch.
Mit ihrer Schwester Hedwig gelang es ihr, den Schatz der Vorarlberger Sagen, Legenden und Brauchtümer zu heben. Anna erstellte Abschriften lokaler Chroniken, übertrug mittelalterliche Lieder und Weisen in die heutige Sprache und verfasste unzählige heimatkundliche Beiträge für Zeitschriften, Museen und Lesebücher. Anna Henslers Leben endete dennoch in Armut. Die mit den Kriegen verbundene Geldentwertung vernichtete sowohl das väterliche Erbe als auch ihr eigenes Vermögen.
Dieses Zimmer im 2. Stock ist im modernen Kapsel-Design gestaltet. Hier genießen unsere Gäste Privatsphäre, um sich ihre eigenen Geschichten auszudenken.
Nach dem Bombenabwurf auf das Antoniushaus in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zogen Anna und Hedwig von Feldkirch nach Klaus. Dort sollen sich die Schwestern bei der Feldarbeit auf Französisch unterhalten haben, was in Klaus für Verwunderung sorgte.
Ausflugstipp: Anna Hensler lebte lange in der Nähe des Antoniushauses. Der Blasenberg gleich dahinter ist ein sanfter Hügel und lädt zu einem gemütlichen Spaziergang ein.
ca. 17 m²
10 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#206 Paula Ludwig
Paula Ludwig (1900 – 1974) kam nur einen Katzensprung von unserem Hostel entfernt zur Welt – auf dem damals verfallenen Schloss Amberg. Sie übersiedelte nach der Trennung ihrer Eltern mit ihrer Mutter nach Linz. Paulas Liebe zur Literatur ließ sie schon früh Gedichte und Theaterstücke schreiben. Ihre Mutter starb, als Paula 14 Jahre alt war. Sie zog zu ihrem Vater nach Breslau, wo sie die Bohème und die Ateliers für sich entdeckte. In München etablierte sie sich in der Kulturlandschaft, malte Aquarelle und pflegte Kontakt zu Elke Lasker-Schüler, Erika und Klaus Mann. Schließlich schaffte sie den Aufstieg zur umjubelten Dichterin. In Berlin lernte sie Kurt Tucholsky, Berthold Brecht und den verheirateten Ivan Goll kennen, in den sie sich verliebte.
Aus Verachtung vor dem NS-Regime flüchtete sie 1934 zurück nach Vorarlberg. Weil ihr die Staatsbürgerschaft verwehrt wurde, flüchtete sie weiter bis Portugal fuhr per Schiff nach Rio de Janero. Das Exil machte ihr zu schaffen, 1953 kehrte sie zurück, doch es gelang ihr nicht, an frühere Erfolge anzuknüpfen. Paula Ludwig geriet in Vergessenheit, im Radio wurde sie gar für tot erklärt. 1974 starb sie in Darmstadt. Die doppelbegabte Künstlerin hinterließ ein schmales, aber beachtliches literarisches Werk.
Das Zimmer im 2. Stock trägt Paula Ludwigs Namen: Es ist ein stiller Ort für Reisende, Gedanken und die kleinen Pausen zwischen den Wegen. Im Zimmer befindet sich ein Waschbecken.
Posthum erhielt Paula Ludwig zwei renommierte Literaturpreise: den Georg-Trakl-Preis und den Preis des österreichischen Schriftstellerverbandes.
Ausflugstipp: Das Schloss Amberg wurden von Kaiser Maximilian für seine Geliebte Anna von Helfenstein als Lustschloss aufgebaut. Paula Ludwig erblickte dort das Licht der Welt. Heute befindet es sich in Privatbesitz, kann aber von außen besichtigt werden. Gelegentlich finden öffentliche Veranstaltungen statt.
ca. 6 m²
2 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#001 John Sholto Douglass
Der Fabrikantensohn John Sholto Douglass (1838–1874) entstammt einer schottischen Adelsfamilie, die sich in Thüringen im sonnigen Walgau niedergelassen hatte. Sholto kam in der Villa Falkenhorst zur Welt und entdeckte früh seine Liebe zu den Bergen. Der waghalsige Bergsteiger zählt zu den frühen Förderern des Alpinismus in der Region. Darüber hinaus machte er sich einen Namen als Heimatforscher.
Passend zu seiner Leidenschaft befindet sich dieses Zimmer im in der Nähe des Skikellers. Hier ist es im Sommer angenehm kühl.
Die nach John Sholto Douglass benannte Douglasshütte am Lünersee erinnert noch heute an seine Leidenschaft für die Alpen.
Ausflugstipp: Der Lünersee und die Douglasshütte sind immer einen Ausflug wert. Wer nicht ganz so hoch hinaus will, dem sei die herrschaftliche Villa Falkenhorst mit ihrem wunderbaren Park ans Herz gelegt. Hier finden regelmäßig Kulturveranstaltungen und Kunstausstellungen statt.
ca. 15 m²
4 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#002 Alois Negrelli
Der aus Italien stammende Ingenieur Alois Negrelli war von 1825 bis 1832 in Vorarlberg tätig und hat viele bauliche Spuren hinterlassen. Imposant sind seine Kirchen, jedoch war er auch ein technischer Meister und an der Regulierung der Ill und des Rheins beteiligt. Er plante Kanäle und Brücken und widmete sich auch dem Eisenbahnbau.
Dieses Zimmer erinnert an einen Mann, der Verbindungen schuf und neue Wege möglich machte. Im Untergeschoss gelegen ist das Zimmer auch im Sommer herrlich kühl.
Die Planung des Suezkanals war Alois Negrellis (1799–1858) beeindruckendstes Werk. Dieser Kanal gehört zu den wichtigsten Wasserstraßen der Welt.
Ausflugstipp: Trittsichere Wanderer finden Freude an der Negrelli-Runde im Bregenzerwald mit der historischen Negrellibrücke an der Subersach. Für gemütlichere Ausflügler empfehlen wir die Negrelli-Kirche St. Peter und Paul in Lustenau.
ca. 22 m²
12 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#101 Franz Michael & Nanni Felder
Franz Michael Felder war ein Schriftsteller, Sozialreformer und Rebell aus dem Bregenzerwald. Gemeinsam mit seiner Frau Nanni führte er ein Leben zwischen harter Arbeit, großen Ideen und tiefem Mitgefühl für die Menschen. Als Bauer setzte er sich unermüdlich für bessere Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft ein und gründete eine Partei der Gleichberechtigung sozialer Klassen. Seine Frau Nanni unterstütze ihn in seinem sozialen Engagement und teilte seine Leidenschaft für Bildung und Literatur.
Das kleine, aber feine Zimmer liegt im 1. Obergeschoss und ist mit einem Stockbett für zwei Personen und einem eigenen Waschbecken ausgestattet. Ein ruhiger Ort, um neue Kapitel zu beginnen.
Seine Sozialkritik und gesellschaftlichen Utopien thematisiert er in den Romanen „Sonderlinge“ und „Reich und Arm“. Als sein Meisterwerk gilt die Autobiografie „Aus meinem Leben“, die er bereits vom Tod gezeichnet verfasste. Das Buch „Franz Michael Felder für die Handtasche“ ist an der Rezeption erhältlich.
Ausflugstipp: Wenn du etwas Zeit hast, lohnt sich ein Ausflug in den Bregenzerwald. Im Zentrum von Schoppernau findest du das Felder Museum.
ca. 6 m²
2 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
Barrierefrei
#102 Angelika Kaufmann
Sie war ein Superstar ihrer Zeit: Als Tochter eines Porträt- und Freskenmalers wurde Angelika Kaufmanns künstlerisches Talent früh entdeckt. Sie wuchs in Chur und am Comer See auf und erhielt in Mailand Unterricht in Musik und Malerei, bevor sie nach einem Leben in Palästen und Villen in die väterliche Heimat nach Schwarzenberg im Bregenzerwald zog.
Auftragsreisen führten sie dann in die High Society der damaligen Zeit, sie porträtierte Fürsten, Bischöfe und Grafen, lebte in Modena, Rom und London. Sie machte Bekanntschaft mit Kaiser Joseph II, Johann Wolfgang von Goethe und galt als kultivierteste Frau Europas.
Unser Zimmer im 1. Stock ist ein Ort für Begegnungen. Es bietet 10 Schlafplätze in 5 Stockbetten für reisefreudige Menschen wie Angelika Kauffmann.
Angelika Kauffmann (1741–1807) gehörte zu den berühmtesten Malerinnen Europas und war Mitbegründerin der Royal Academy of Arts in London. Ihr Porträt zierte einst die 100-Schilling-Note.
Ausflugstipp: Wie wäre es mit einem Ausflug in den Bregenzerwald nach Schwarzenberg? Dort kannst du im Angelika-Kauffmann-Museum dieser außergewöhnlichen Künstlerin nachspüren.
ca. 20 m²
10 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
Barrierefrei
#103 James Joyce
„Dort drüben auf den Schienen wurde 1915 das Schicksal des Ulysses entschieden“, sagte der irische Schriftsteller James Joyce einst und meinte damit den den Feldkircher Bahnhof. Hier nämlich wurde er im Ersten Weltkrieg auf dem Weg nach Zürich streng kontrolliert, weil er einem Spion ähnlich sah. Glücklicherweise entging er einer Verhaftung. Wäre er verhaftet worden, hätte er seinen Roman Ulysses nicht in dieser Form vollenden können.
Dieses schicksalshafte Ereignis der Literaturgeschichte nahm die Stadt Feldkirch zum Anlass, einen „Literaturbahnhof“ zu gestalten.
Wir widmen James Joyce dieses Zimmer mit 9 Betten, um bewusst zu machen, dass Reisen auch Wendepunkte sein können, die die Weichen unserer Lebensgeschichte in die eine oder in die andere Richtung stellen.
Der irische Schriftsteller James Joyce (1882–1941) gilt als einer der einflussreichsten Autoren der modernen Literatur. Sein Roman „Ulysses“ zählt heute zu den bedeutendsten Werken des 20. Jahrhunderts.
Ausflugstipp: In der James Joyce Passage sind immer wieder zeitgenössische Kunstprojekte zu sehen. Die Passage ist eine Unterführung vom Bahnhof in die Feldkircher Innenstadt.
ca. 18 m²
10 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
Barrierefrei
#104 Anna und Gottfried Riccabona
Anna Perlhefter stammte aus einer gut situierten Kaufmannsfamilie, die in der Marktgasse ein erfolgreiches Geschäft führte. Sie verliebte sich in den jungen Rechtsanwalt Gottfried Kuno Riccabona, den Sohn eines angesehenen Beamten aus dem Südtirol. Die Familie nahm am gesellschaftlichen und politischen Leben in Feldkirch teil, doch das schöne Leben endete abrupt, als die Familie im Zweiten Weltkrieg wegen Annas jüdischer Abstammung verfolgt wurde. Ihre Wohnung mussten sie einem NS-Funktionär überlassen, Tochter Dora musste ihre Ausbildung abbrechen, Sohn Max kam in ein Konzentrationslager und litt noch Jahrzehnte nach dem Krieg an den gesundheitlichen Folgen.
Dass Anna Riccabona den Krieg überlebte, verdankte sie dem Engagement ihres Ehemannes: Der angesehene Rechtsanwalt kämpfte mit allen rechtlichen Mitteln um seine Frau und seine Familie.
Die vierköpfige Familie gab diesem Zimmer mit vier Betten seinen Namen.
Respekt und Ansehen wandelten sich in kurzer Zeit in Verachtung und Bedrohung 1939 erhielt Anna Riccabona von einem Hotelier im Montafon eine Absage: Aus Angst vor „Unannehmlichkeiten“ konnte er ihr kein Zimmer mehr reservieren.
Ausflugstipp: Bei einem Spaziergang in die Altstadt kommst du über kurz oder lang in die zentrale Marktgasse. Im Haus Nr. 5 (heute C&A) führte Annas Vater Eduard Perlhefter sein florierendes „Kurz- und Galanteriewarenlager en gros“.
ca. 8 m²
4 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
Barrierefrei
#105 Friedrich Wilhelm Schindler
Zur Hochzeit mit seiner Frau Maria Magdalena erhielt Friedrich Schindler von seinem Vater die historische Villa Grünau in Kennelbach. Als leidenschaftlicher Tüftler und Pionier der Elektrotechnik verpasste Friedrich der Villa schon um 1900 eine vollelektrische Küche und ein elektrisches Staubsaugsystem.
Bereits bei der Weltausstellung in Chicago 1893 hatte er die weltweit erste elektrische Küche vorgestellt. Er gründete die Firma „Elektra Bregenz“ und trug zur Gründung der Vorarlberger Kraftwerke bei.
Die Spinnerei und Weberei seiner Familie stellte Friedrich Schindler 1910 auf elektrischen Betrieb um. Der Strom wurde von werkseigenen Wasserkraftwerken produziert, die bis heute sauberen Ökostrom liefern.
1968 stellten die Textilwerke die Produktion ein, ein Jahr später entstand der Wirtschafts- und Gewerbepark, der sich noch heute in Familienbesitz befindet.
Vielleicht wird in diesem Zimmer mit 8 Betten auch die eine oder andere Idee geboren, die unsere Welt verändern wird?
Friedrich Schindler war ein begeisterter Erfinder und Inhaber mehrerer Patente. 1892 erfand er zu Beispiel eine elektrische Heizspirale.
Ausflugstipp: Der Park der Villa Grünau in Kennelbach ist öffentlich zugänglich und auf alle Fälle einen Spaziergang wert. Beeindruckend sind der alte Baumbestand, die Tuffsteingrotte und das Brunnenhaus.
ca. 14 m²
8 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
Barrierefrei
#106 Georg Joachim Rheticus
Ein Feldkircher, der die Welt veränderte: Georg Joachim Rheticus (1514-1574) verhalf dem berühmten Nikolaus Kopernikus, sein Hauptwerk über das heliozentrische Weltbild zu veröffentlichen. Darüber hinaus verfasste er ein „trigonometrisches Tafelwerk“ das im 20. Jahrhundert die Berechnung der Flugbahnen von Raketen und Raumschiffen möglich machte. Rheticus gehörte im 16. Jahrhundert zu den bedeutendsten Gelehrten Europas.
Das Forschen und die Wissenschaft bestimmten sein Leben. Mit 37 Jahren studierte Rheticus zusätzlich Medizin und ließ sich 1554 als praktischer Arzt in Krakau nieder. Nebenbei erstellte er Horoskope und betrieb eine Alchemistenküche sowie ein mathematisches Büro. Mit 60 Jahren, verstarb Rhethicus ledig und kinderlos im ungarischen Kaschau (Košice, heute Slowakei)
Dieses Zimmer mit 8 Betten ist ein kleiner Rückzugsort für Entdecker und Nachdenker. Vielleicht wird auch deine Entdeckung einmal die Welt verändern?
1976 wurde in Feldkirch die Rheticus-Gesellschaft gegründet. Im Sinne des berühmten Gelehrten widmet sich dieser Verein der Pflege, Förderung und Erforschung der Kultur, insbesondere der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften.
Ausflugstipp: Zum Gedenken an den berühmtesten Wissenschaftler Feldkirchs steht auf dem Feldkircher Domplatz ein Denkmal mit einer Sonnenuhr.
ca. 15 m²
8 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
Barrierefrei
#201 Fanny Amann
Fanny Amann war eine bekannte Köchin aus Schnifis, die in ihrem Gasthaus, dem Schnifner Bädle, Kochkurse veranstaltete und dort ihr Wissen über gutes Kochen an Frauen aus der Region und darüber hinaus weitergab. Sie stand für Gastfreundschaft, Bodenständigkeit und die Freude daran, Menschen zusammenzubringen. Ganz in diesem Geist bietet dieses Zimmer im 2. Stock 4 Schlafplätze und ein Waschbecken direkt im Raum.
Fanny Amann (1889 – 1973) schrieb eines der erfolgreichsten Kochbücher Österreichs: „Meine Küche“ – ein Werk, das über Generationen hinweg in vielen Haushalten verwendet wurde und auch heute noch sehr beliebt ist. Das Buch ist an unserer Rezeption erhältlich.
Ausflugstipp: Das „Schnifner Bädle“ ist zwar in Privatbesitz, ein Spaziergang um den Fallersee lohnt sich aber auf jeden Fall. Wenn du etwas mehr Zeit hast kannst du in umittelbarer Nähe mit der nostalgischen Schnifner Seilbahn zum Bergrestaurant „Henslerstüble“ fahren.
ca. 8 m²
4 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#202 Rudolf Wacker
Als Sohn eines erfolgreichen Baumeisters hatte Rudolf Wacker (1893 – 1939) das Glück, seinen Beruf frei wählen zu können, er entschied sich für das Zeichnen und die Kunst. In Weimar lernte er an der bekanntesten Zeichenschule jener Zeit. 1914 traf ihn das Schicksal jedoch hart: Er musste zum Militär und geriet in russische Gefangenschaft. Die Kriegsjahre prägten den Künstler und sein Werk nachhaltig.
Nach Aufenthalten in Berlin und Wien kehrte Wacker 1924 nach Bregenz zurück. Er begründete die Künstlervereinigung „Der Kreis“ mit und wandte sich vom Expressionismus der Neuen Sachlichkeit zu, als deren österreichischer Hauptvertreter er heute gilt.
Schließlich fiel Rudolf Wacker der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich zum Opfer: Im Zuge einer Hausdurchsuchung und einer nachfolgenden Vernehmung durch die Gestapo erlitt er zwei Herzanfälle, von denen er sich nicht mehr erholte: Im April 1939 starb er an den Folgen. Seine Werke haben die Erinnerung an ihn allerdings unsterblich gemacht.
Dieses Zimmer im 2. Stock ist im Kapsel-Design gestaltet. 6 moderne Schlafkojen mit Vorhängen schaffen Privatsphäre. Der Rückzugsort mit integrierter Handy-Lademöglichkeit lädt ein, sich zu entspannen und die Bilder der eigenen Reise zu betrachten.
1922 heiratete Rudolf Wacker Ilse Moebius, von der er unzählige Porträts anfertigte.
Ausflugstipp: Rudolf Wacker lebte in Bregenz in der elterlichen Villa Wacker, Römerstraße 24. Diese befindet sich im Besitz des Landes Vorarlberg. Bei einem Spaziergang durch Bregenz lohnt es sich einen Blick darauf zu werfen.
ca. 15 m²
6 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#203 Therese Zauser
Therese Zauser (1910 – 1942) verbrachte als Tochter eines Gerichtsbeamten eine behütete Kindheit in Feldkirch, bevor sie durch ihren Bruder Karl, der Zirkusartist war, die Welt des Kabaretts des Tanzes und der Musikunterhaltung kennenlernte. Ihre Auftritte als Varietétänzerin und Sängerin führten sie nach Afrika und den Nahen Osten, wo sie als „Therese Judith“ auftrat.
Ein reger Briefwechsel mit ihrer Familie gibt Einblicke in das aufregende Leben der jungen Frau. Ihre Rückkehr in das Deutsche Reich wurde ihr zum Verhängnis. Therese wehrte sich gegen den Einsatz in einem Rüstungsbetrieb und bezweifelte den Endsieg. Sie wurde von den Nazis 1941 verhaftet und ein Jahr später im Frauen-KZ Ravensbrück ermordet.
Das Zimmer im 2. Stock ist im Kapsel-Design gestaltet. 8 moderne Schlafkojen mit Vorhängen sorgen für Privatsphäre. Es ist ein Rückzugsort mit integrierter Handy-Lademöglichkeit.
Wir widmen der lebensfrohen Therese Zauser dieses Zimmer als Erinnerung an ihren Freigeist, ihren Mut und ihre Kunst.
Ausflugstipp: Wenn du für einen Ausflug ein Auto ausleihen möchtest, bist du bei Caruso Carsharing genau richtig. Ein Caruso-Standort befindet sich exakt an der Adresse, wo Therese mit ihrer Familie lebte: Widnau 5.
ca. 16 m²
8 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#204 Arthur Conan Doyle
„Einen anmutigeren Flecken gibt es in ganz Vorarlberg nicht“, schrieb der Schöpfer von Sherlock Holmes einst über Feldkirch. Doch wie kam Arthur Conan Doyle (1859 – 1930) überhaupt in unsere Stadt? Er besuchte mit 16 Jahren das elitäre Jesuiteninternat „Stella Matutina“. Dort lernte er ein Jahr lang unter anderem Deutsch und Tuba, denn für eine Universität war er noch zu jung. In seinen Briefen erwähnte er, mit den „Aborigines“, also den Einheimischen, (feucht)fröhliche Stunden zu verbringen und fand es als Schotte bemerkenswert, dass man einen Fluss Ill (also „krank“) nennt.
Sein Talent für das Schreiben stellte er schon damals unter Beweis, indem er eine Schulzeitung gründete, für die er zahlreiche Kurzgeschichten verfasste. Heute erinnert die Arthur-Conan-Doyle-Gasse in Feldkirch an den Besuch des weltberühmten Schriftstellers.
Das Zimmer im 2. Stock ist im Kapsel-Design gestaltet. 8 moderne Schlafkojen mit Vorhängen sorgen für Privatsphäre, um eigene Detektiv-Geschichten zu erfinden – wie einst Sir Arthur Conan Doyle.
„Die Parabel habe ich besiegt, aber die Ellipse ist ein schrecklicher Gesell“, schrieb Arthur Conan Doyle über seinen Kampf mit der Mathematik nach Hause. Vielleicht inspirierte ihn diese Abneigung dazu, dass Moriarty, der Feind des Sherlock Holmes, ausgerechnet Mathematiklehrer war.
Ausflugstipp: In den Mauern, in denen Arthur Conan Doyle einst lernte, studieren heute junge Menschen aus aller Welt in der Stella Privathochschule für Musik. An das prächtige Gebäude grenzt ein herrlicher Park mit altem Baumbestand, der als Naherholungsgebiet sehr beliebt ist.
ca. 18 m²
8 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#205 Anna Hensler
Als Arzttochter lernte Anna Hensler (1878–1952) in ihrer Jugend Englisch und Französisch und erhielt Privatstunden in Literatur und Geschichte. Sie war Vorarlbergs erste Bestsellerautorin. Ihr historischer Roman „Frankreichs Lilien – die Schicksale der Kinder Ludwigs XVI“ wurde zu einem Verkaufsschlager. Er erschien sogar in Amerika und China und galt bis in die 1990er-Jahre als erfolgreichstes Buch aus Vorarlberg. Dennoch sollte diesem Roman kein weiterer mehr folgen. Die Pflege ihrer kranken Mutter bis zu deren Tod nahm sie zu sehr in Anspruch.
Mit ihrer Schwester Hedwig gelang es ihr, den Schatz der Vorarlberger Sagen, Legenden und Brauchtümer zu heben. Anna erstellte Abschriften lokaler Chroniken, übertrug mittelalterliche Lieder und Weisen in die heutige Sprache und verfasste unzählige heimatkundliche Beiträge für Zeitschriften, Museen und Lesebücher. Anna Henslers Leben endete dennoch in Armut. Die mit den Kriegen verbundene Geldentwertung vernichtete sowohl das väterliche Erbe als auch ihr eigenes Vermögen.
Dieses Zimmer im 2. Stock ist im modernen Kapsel-Design gestaltet. Hier genießen unsere Gäste Privatsphäre, um sich ihre eigenen Geschichten auszudenken.
Nach dem Bombenabwurf auf das Antoniushaus in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zogen Anna und Hedwig von Feldkirch nach Klaus. Dort sollen sich die Schwestern bei der Feldarbeit auf Französisch unterhalten haben, was in Klaus für Verwunderung sorgte.
Ausflugstipp: Anna Hensler lebte lange in der Nähe des Antoniushauses. Der Blasenberg gleich dahinter ist ein sanfter Hügel und lädt zu einem gemütlichen Spaziergang ein.
ca. 17 m²
10 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#206 Paula Ludwig
Paula Ludwig (1900 – 1974) kam nur einen Katzensprung von unserem Hostel entfernt zur Welt – auf dem damals verfallenen Schloss Amberg. Sie übersiedelte nach der Trennung ihrer Eltern mit ihrer Mutter nach Linz. Paulas Liebe zur Literatur ließ sie schon früh Gedichte und Theaterstücke schreiben. Ihre Mutter starb, als Paula 14 Jahre alt war. Sie zog zu ihrem Vater nach Breslau, wo sie die Bohème und die Ateliers für sich entdeckte. In München etablierte sie sich in der Kulturlandschaft, malte Aquarelle und pflegte Kontakt zu Elke Lasker-Schüler, Erika und Klaus Mann. Schließlich schaffte sie den Aufstieg zur umjubelten Dichterin. In Berlin lernte sie Kurt Tucholsky, Berthold Brecht und den verheirateten Ivan Goll kennen, in den sie sich verliebte.
Aus Verachtung vor dem NS-Regime flüchtete sie 1934 zurück nach Vorarlberg. Weil ihr die Staatsbürgerschaft verwehrt wurde, flüchtete sie weiter bis Portugal fuhr per Schiff nach Rio de Janero. Das Exil machte ihr zu schaffen, 1953 kehrte sie zurück, doch es gelang ihr nicht, an frühere Erfolge anzuknüpfen. Paula Ludwig geriet in Vergessenheit, im Radio wurde sie gar für tot erklärt. 1974 starb sie in Darmstadt. Die doppelbegabte Künstlerin hinterließ ein schmales, aber beachtliches literarisches Werk.
Das Zimmer im 2. Stock trägt Paula Ludwigs Namen: Es ist ein stiller Ort für Reisende, Gedanken und die kleinen Pausen zwischen den Wegen. Im Zimmer befindet sich ein Waschbecken.
Posthum erhielt Paula Ludwig zwei renommierte Literaturpreise: den Georg-Trakl-Preis und den Preis des österreichischen Schriftstellerverbandes.
Ausflugstipp: Das Schloss Amberg wurden von Kaiser Maximilian für seine Geliebte Anna von Helfenstein als Lustschloss aufgebaut. Paula Ludwig erblickte dort das Licht der Welt. Heute befindet es sich in Privatbesitz, kann aber von außen besichtigt werden. Gelegentlich finden öffentliche Veranstaltungen statt.
ca. 6 m²
2 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#001 John Sholto Douglass
Der Fabrikantensohn John Sholto Douglass (1838–1874) entstammt einer schottischen Adelsfamilie, die sich in Thüringen im sonnigen Walgau niedergelassen hatte. Sholto kam in der Villa Falkenhorst zur Welt und entdeckte früh seine Liebe zu den Bergen. Der waghalsige Bergsteiger zählt zu den frühen Förderern des Alpinismus in der Region. Darüber hinaus machte er sich einen Namen als Heimatforscher.
Passend zu seiner Leidenschaft befindet sich dieses Zimmer im in der Nähe des Skikellers. Hier ist es im Sommer angenehm kühl.
Die nach John Sholto Douglass benannte Douglasshütte am Lünersee erinnert noch heute an seine Leidenschaft für die Alpen.
Ausflugstipp: Der Lünersee und die Douglasshütte sind immer einen Ausflug wert. Wer nicht ganz so hoch hinaus will, dem sei die herrschaftliche Villa Falkenhorst mit ihrem wunderbaren Park ans Herz gelegt. Hier finden regelmäßig Kulturveranstaltungen und Kunstausstellungen statt.
ca. 15 m²
4 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis
#002 Alois Negrelli
Der aus Italien stammende Ingenieur Alois Negrelli war von 1825 bis 1832 in Vorarlberg tätig und hat viele bauliche Spuren hinterlassen. Imposant sind seine Kirchen, jedoch war er auch ein technischer Meister und an der Regulierung der Ill und des Rheins beteiligt. Er plante Kanäle und Brücken und widmete sich auch dem Eisenbahnbau.
Dieses Zimmer erinnert an einen Mann, der Verbindungen schuf und neue Wege möglich machte. Im Untergeschoss gelegen ist das Zimmer auch im Sommer herrlich kühl.
Die Planung des Suezkanals war Alois Negrellis (1799–1858) beeindruckendstes Werk. Dieser Kanal gehört zu den wichtigsten Wasserstraßen der Welt.
Ausflugstipp: Trittsichere Wanderer finden Freude an der Negrelli-Runde im Bregenzerwald mit der historischen Negrellibrücke an der Subersach. Für gemütlichere Ausflügler empfehlen wir die Negrelli-Kirche St. Peter und Paul in Lustenau.
ca. 22 m²
12 Betten
WLAN
Frühstück mit Aufpreis

